Hohlrücken, Rundrücken, Skoliose

Ein Hohlrücken ist das, was man im Volksmund als „Hohlkreuz“ bezeichnet; d.h. eine sehr starke Biegung der Wirbelsäule nach vorne (Hyperlordose). Ein Rundrücken bezeichnet genau das Gegenteil, nämlich sehr starke Biegung nach der Wirbelsäule nach hinten (Hyperkyphose).

Beides Hohlrücken und Rundrücken kommen in der heutigen Zeit bei sehr vielen Menschen vor und ist meistens die Folge von schlechter Körperhaltung, untrainierter Muskulatur oder im Falle des Hohlkreuzes können auch bestimmte Sportarten (z.B. Speerwurf) dafür verantwortlich sein.

Bei den Erkrankungen Hohlrücken und Rundrücken müssen vorerst keine Schmerzen auftreten; Schmerzen treten meistens erst dann auf, wenn die Erkrankung einige Zeit besteht und keine prophylaktischen Maßnahmen ergriffen wurden. Meist reicht regelmäßige Bewegung und Muskelaufbautraining aus, die entsprechende Haltungsschwäche zu beseitigen und den Schmerzen vorzubeugen.

Als Skoliose bezeichnet man eine abnormale Krümmung der Wirbelsäule nach den Seiten. Betrachtet man die Röntgenaufnahme von hinten einer normalen Wirbelsäule, sollte diese relativ grade aussehen; die doppelte S-Form ist nur bei seitlichen Röntgenbildern erkennbar. Bei einem Röntgenbild einer Wirbelsäule mit Skoliose jedoch erkennt man je nach Grad der Skoliose deutliche Abweichungen bzw. Verdrehungen nach rechts und/oder links der Wirbelsäule erkennbar.

Die Ursachen der Skoliose sind meist unbekannt; jedoch sind Mädchen sehr viel häufiger betroffen als Jungen.

Eine Skoliose wird oft schon im Kindesalter oder der Pubertät erkannt, sind jedoch meistens noch schmerzfrei. Patienten mit Skoliose können teilweise erst nach mehreren Jahren von den Schmerzen betroffen sein, da die Reibung und Belastung auf die verdrehten Wirbel besonders groß ist und schon frühzeitig zur Abnutzung führt.

Bei extrem starker Skoliose kann es in sehr wenigen Fällen dazu kommen, dass der Brustraum verkleinert wird und deswegen Probleme mit der Atmung auftreten. Der Grad der Skoliose wird durch eine spezielle Winkelmessung am Röntgenbild bestimmt.

Wird eine Skoliose bereits frühzeitig erkannt, sollte durch regelmäßiges Muskelaufbautraining und Krankengymnastik der Skoliose entgegengewirkt werden. Wenn das der Fall ist, steigen die Chancen, dass die Wirbelsäule sich etwas erholt und der Patient schmerzfrei bleibt.